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12. Dezember 2014

Klage gegen Werksschließung:

Opel-Vorstand in Beweisnot!

Der Rechtsstreit am Landgericht Darmstadt um die Schließung des Bochumer Opel-Werkes und der Verlagerung des Zafiras ins Opel-Werk Rüsselsheim geht weiter. Es bleibt der Vorwurf: Der Aufsichtsratsbeschluss zur Schließung des Werkes Bochum ist nichtig. Die Vertreter von Opel können nicht belegen, dass der Schließungsbeschluss korrekt getroffen wurde. Das Landgericht Darmstadt hat darum weitere Zeugen der Adam Opel AG bestellt. Neuer Termin ist der 20. Januar 2015.

Zur Erinnerung: Die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat hatten der Schließung nicht zugestimmt. Die Klage am Landgericht Darmstadt war bereits im Sommer 2013 eingereicht und wurde einstimmig im Betriebsrat unterstützt.

Die Erklärung der Rechtsanwaltssozietät Rowedder / Zimmermann / Hass vom 30.09.2014 bleibt weiterhin aktuell (siehe unter Termine)


Schwerer Vorwurf gegen Betriebsrat

Die Rechtsanwaltskanzlei von Opel hat geschrieben, dass der GBR-Vorsitzende Schäfer-Klug bereits seit Anfang 2013 die Schließung des Bochumer Werkes unterstützt habe. Ein schwerwiegender Vorwurf. Eine Klarstellung wäre wichtig.

Bochum 8. Dezember 2014:

Über 2.500 Opelaner bei der

Belegschaftsversammlung

"Wir waren das Herz

und die Seele von Opel!"

Zehn Jahre die Schließung

unseres Werkes verhindert

Länger als jedes andere Werk

Wir sagen: Das war es wert!

Bochum, Dezember 2014

Zuerst Azambuja, dann Antwerpen,

jetzt Bochum. Wer ist der Nächste?

Opel-Bochum opfern,

um Opel zu retten!

Zum Jahresende wird das hochflexible und traditionsreiche Bochumer Opel-Werk geschlossen. Die Bochumer Zafira-Produktion wird ins Werk Rüsselsheim verlagert. Am 5. Dezember rollte der letzte Zafira vom Band. Der 9. Dezember 2014 war für 3.000 Bochumer Opelaner der letzte Arbeitstag.

Die Opel-Presseabteilung jubelt: In den Opel-Werken Rüsselsheim und Kaiserslautern werden mehr als 500 Millionen Euro investiert. Im Opel-Werk Eisenach sollen 400 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Opel verschweigt: Die Schließungskosten für Bochum sind mit über 700 Millionen Euro deutlich höher als die angekündigten Investitionen für andere Werke. Die Schließung des Werkes Bochum wird die teuerste Werksschließung für Opel sein.

Opel verschweigt: Die Investitionen für die Werke Rüsselsheim und Kaiserslautern werden finanziert durch einen Kredit der Opel-Mutter GM. Voraussetzung für diesen Kredit ist die Schließung eines Werkes: Das Bochumer Opel-Werk.

Das heißt im Klartext: Ohne Schließung des Fahrzeugwerkes Bochum gibt es keine Investitionen für Rüsselsheim und Kaiserslautern. Bochum ist das Opfer, damit die anderen Werke (vielleicht) überleben können!

Hier wiederholt sich die Politik, der bereits vor Jahren die Opel-Werke Azambuja in Portugal und Antwerpen in Belgien zum Opfern fielen.

Der Vorstand und die anderen Standorte wollen die Schließung von Opel-Bochum totschweigen. Wir aber nicht! Die Belegschaft wird nicht vergessen.

(Aus einer Erklärung des Betriebsrates)



November / Dezember 2014

Der Fall Opel Bochum

oder aus dem Handbuch:

"Wie spalte ich Belegschaften!"

Die Schließung des Opel-Werkes Bochum sollte bereits vor über zehn Jahren erfolgen und konnte ebenso lange verhindert werden. Das beweist die vorliegende Chronik. Die Schließung zum Jahresende ist eine politische und keine wirtschaftliche Entscheidung. Am Landgericht Darmstadt wird gegen die Schließung des Bochumer Werkes geklagt.

Die aktualisierte Chronik zur Auseinandersetzung um unser Werk und Arbeitsplätze liegt vor und ist über Betriebsräte oder Vertrauensleute erhältlich.

Chronik "Der Fall Opel-Bochum" Nov/Dez 2014 [398 KB]


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