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2020

Aktuell:

Alters- und Hinterbliebenenversorgung

Die Bochumer Kontakt- und Beratungsstelle für betriebliche Alters- und Hinterbliebenenversorgung wurde aufgelöst. Die Abrechnung, Verwaltung und Beratung für tausende Bochumer Opelrentner und Angehörige hat ab Januar 2019 die Firma Willis Towers Watson GmbH in Wiesbaden übernommen.

Der Kontakt ist leider nur noch per Telefon, per e-mail oder schriftlich möglich. Es wäre wichtig, dass im Bochumer Werk und den anderen Standorten wieder eine Anlaufstelle für Rentenfragen eingerichtet wird. Nicht Jeder ist fit mit PC und Handy und bei vielen Problemen hilft ein persönlicher Ansprechpartner. Es wäre wünschenswert, wenn General Motors als Auftraggeber der Firma WTW diese Leistung finanzieren würde.

Nachfolgend die aktualisierten Kontaktdaten und gängigsten Formulare zum Herunterladen.

Sie beziehen bereits Ihre Betriebsrente:

WTW-Rentenverwaltung

- Adam Opel GmbH -

Postfach 2026

65010 Wiesbaden

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Tel: 0611-794-4399

Montag - Freitag von 9.00 - 12.00 Uhr

e-mail: gm-rentenservice@willistowerswatson.com

Sie möchten Ihre Betriebsrente beantragen:

WTW-Anwartschaftsverwaltung

- Adam Opel GmbH -

Postfach 2407

72714 Reutlingen

------------------

Tel: 07121-9222-480

Montag - Freitag von 9.00 - 12.00 Uhr

e-mail: gm-altersversorgung@willistowerswatson.com


Wichtige Formulare, Fragen & Antworten

zur Betrieblichen Altersversorgung (OVK)

Antrag Hinterbliebenenleistungen [62 KB]
Lebensbescheinigung [176 KB]
Mitteilung Adresse oder Adressänderung [34 KB]
Mitteilung Bankverbindung oder Bankverbindungsänderung [21 KB]
Mitteilung Krankenkasse oder Krankenkassenwechsel [34 KB]
Mitteilung Steuer-ID [21 KB]
Mitteilung Umzug Ausland [42 KB]
Wohnansässigkeitsbescheinigung [12 KB]

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Infos zur Betrieblichen Altersversorgung (OVK)


Mai/Juni 2019

"Rechtswidrige Schließung von Opel-Bochum"

Oberlandesgericht Frankfurt weist Klage zurück

Der Kläger trägt die Kosten!

"Niederlage für Interessenvertretungen"

dpa-Meldung vom 2.05.2019 (Auszug): Oberlandesgericht Frankfurt hat die Klage abgewiesen.

"Im Rechtsstreit um das Ende der Autofertigung im Opel-Werk Bochum hat das Oberlandesgericht Frankfurt die Klage des früheren Betriebsratschefs Rainer Einenkel abgewiesen. Das OLG ließ eine Revision beim Bundesgerichtshof zu."

Gleichzeitig hat das OLG entschieden, dass der Kläger die Kosten des Berufungsverfahrens tragen muss!

Die Entscheidung des Gerichtes ist enttäuschend und nicht nachvollziehbar. Der Schließungsbeschluss im Aufsichtsrat war im April 2013 gegen die Stimmen ALLER Arbeitnehmer und der IG Metall erfolgt. Ein Erfolg der Klage hätte die Rechte von Belegschaften und Gewerkschaften in den Aufsichtsräten und Betriebsräten gestärkt, mit bedeutenden Auswirkungen auf die Verhandlungen zur Zukunft der Opel-Werke und anderer Belegschaften, die vor ähnlichen Problemen stehen…

Weihnachten 2014 wurde das Opel-Werk Bochum geschlossen. Bereits im August 2013 hatte der damalige Betriebsratsvorsitzende und Aufsichtsratsmitglied Rainer Einenkel am Landgericht Darmstadt eine Klage gegen den Beschluss des Aufsichtsrates, der die Schließung des Bochumer Opel-Werkes zur Folge hatte, eingereicht. Es geht dabei um die "Nichtigkeit" der Schließung des Bochumer Werkes. Das Landgericht Darmstadt hatte die Zulässigkeit der Klage bestätigt. Die Klage wurde einstimmig vom gesamten Bochumer Betriebsrat unterstützt.

Im Zuge der Verhandlungen verstrickte sich das Unternehmen immer stärker in Widersprüche. Dennoch wurde nach jahrelangen Verhandlungen am Landgericht die Klage abgewiesen. Dagegen wurde Widerspruch eingelegt. Am 17. Januar 2019 gab es dazu eine mündliche Verhandlung am Oberlandesgericht Frankfurt.

Kurzer Rückblick:

Durch die Schließung verloren 3.500 Opelaner ihren Arbeitsplatz. Betroffen waren weitere Unternehmen und Arbeitnehmer in Zuliefer- und Dienstleistungsbetrieben durch Schließung bzw. Personalabbau. Diese Auswirkungen belasten auch heute noch Menschen, die Region und viele Unternehmen.

Ausblick:

Die Diskussion um die Zukunft des Bochumer Werkes und die Schließung hat die wirtschaftliche und finanzielle Lage des Opel-Konzerns verschlimmert, zu weiteren Marktverlusten geführt, die Arbeitnehmervertretungen in den heutigen Opel-Werken deutlich geschwächt und zu gravierenden dauerhaften Nachteilen auf Einkommen, Rentenleistungen und weitere Belastungen geführt.

In Untersuchungen zahlreicher Universitäten wurde nachgewiesen, dass die Schließung des Bochumer Opel-Werkes negative Auswirkungen auf das Markenimage und Kaufverhalten hatte und überproportionale Verluste im Ruhrgebiet bedeutet. Ein Ergebnis war der Verkauf von Opel an den französischen PSA-Konzern und die aktuellen Auswirkungen auf Opel-Werke Rüsselsheim, Kaiserslautern, Eisenach, Gliwice, Aspern und Ellesmere Port.

Ein Prozeßbeobachter:

"Mit der rechtswidrigen Schließung des Bochumer Werkes kann sich ab jetzt kein Opelaner und kein Opel-Werk mehr sicher fühlen! Der Prozeß geht alle Beschäftigten bei Opel an!"

Über drei Stunden dauerte die mündliche Verhandlung am 17. Januar am Oberlandesgericht. Am 21. März 2019 wollte das Gericht eine Entscheidung verkünden. Diese Entscheidung wurde auf den 2. Mai 2019 verlegt. (Ergebnis siehe oben)

(Weitere Informationen siehe unter "Der Fall Opel")


Betriebsratsvorsitzender Ralf Bakenecker

Dezember 2018

Neue BR-Spitze gewählt

"Spaltung der Belegschaft verhindern"

Nach 23 Jahren bei Opel scheidet der bisherige BR-Vorsitzende Murat Yaman aus dem Betrieb aus und wird zukünftig bei der Bezirksleitung der IG Metall tätig sein. In dieser Situation wurde die Spitze des Opel-Betriebsrates neu gewählt. Als neuer BR-Vorsitzender wurde Ralf Bakenecker (Liste "WIR-Gemeinsam") gewählt. Sein Stellvertreter ist Dirk Rettberg (Liste "Betriebskultur").

Als wichtige Herausforderung will der Betriebsrat und die neue Führung die Spaltung der Belegschaft verhindern. Bereits im Frühjahr hatte der Betriebsrat gewarnt, dass durch die vom Unternehmen geforderte Einführung eines Logistiktarifvertrages eine Spaltung der Belegschaft droht. Logistiktarifvertrag bedeutet eine drastische Verschlechterung der Einkommen, längere Arbeitszeiten, weniger Urlaub und weniger Urlaubsgeld.

Nach den Vorstellungen des Unternehmens soll der Logistiktarifvertrag für neue Beschäftigte gelten, aber jeder weiß, danach droht eine Abwärtsspirale für alle Beschäftigte im Warehouse. Darum ist es richtig, dass die Betriebsräte gemeinsam diese Spaltung verhindern wollen.



24. November 2017

"Opel-Schließung, Widerstand und Solidarität"

Am 12. Dezember 2014, kurz vor Weihnachten, beendete Opel die Fahrzeugproduktion in Bochum. Für über 3500 Beschäftigte gab es keine Arbeit mehr. Wer das Bochumer Werk betrat, für den war sie nicht zu übersehen: die rote Warnweste im Eingangsbereich des Opel-Hauptgebäudes, 2013 überreicht von den Schülerinnen und Schülern der Anne-Frank-Realschule aus Gladbeck…

Ganz aktuell das Buch (Hundert sieben Sachen) und die Ausstellung des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte mit einem ausführlichen Beitrag zur Geschichte des Bochumer Opel-Werk und der Schließung. Ein Lehrstück zur und über Solidarität...

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Hundert sieben Sachen

BOCHUMER GESCHICHTE IN OBJEKTEN UND ARCHIVALIEN

Ingrid Wölk (Hg.)

Veröffentlicht im Rahmen der Schriftenreihe des Bochumer Zentrums für Stadtgeschichte.

Klartext Verlag, Essen 2017

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Hier der Beitrag (oder Weste anklicken)



Die Chronik in Bildern

"Deutschlands

größter Abriss..."

"Beim Abriss von Opel in Bochum - wohl dem größten Abriss in Deutschland derzeit. Fast alle Gebäude, ein komplettes Autowerk wird abgebrochen, zerkleinert ..., und in Säcke gepackt, wiederverwertet oder abtransportiert…" WAZ am 8.07.2016

Die Bilder vom Abriss und Umbau


Bochum, November 2016

Bochumer Opelaner:

"Rückgrat bewiesen

- Zeichen gesetzt"

Bochumer Opelaner geehrt

In einer Feierstunde wurde der ehemalige Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werkes mit der Ludwig-Fischer-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung (EAB), geehrt.

Der EAB-Landespräsens Pfarrer Dieter Heising betonte in seiner Laudation, dass man den Kampf um das Bochumer Opel-Werk verloren habe, "aber die Opelaner haben durch ihr unermüdliches und aufrichtiges Engagement für den Standort ein entschiedenes Zeichen gesetzt. Die Auszeichnung stehe für Menschen, die für berechtigte Interessen stritten und in schwierigen Situationen Rückgrat bewiesen haben und nicht den einfachen Weg gewählt haben."

Rainer Einenkel nahm die Auszeichnung auch stellvertretend für die Bochumer Opelaner entgegen. Er bedankte sich für die großartige Solidarität der Menschen in der Region und besonders auch der EAB, die in der jahrelangen Auseinandersetzung immer solidarisch an der Seite der Opelaner gestanden haben. "Diese Solidarität hat uns Mut und Kraft gegeben. Solidarität für unsere Region wird jetzt erst recht wichtig sein!"


24

"Spaltung der Opel-Belegschaften gelungen!"

Der Fall Opel-Bochum

Im Dezember 2014 wurde das Bochumer Opel-Werk geschlossen.

Wie versprochen liegt die neue aktualisierte Opel-Chronik vor - mit neuen Fakten und Hintergrundinformationen. Eine Chronik des Widerstandes, Hoffnungen, Spaltung, großartiger Solidarität und den Leistungen einer stolzen Bochumer Belegschaft.

"Damit wir aus den Erfahrungen lernen und so etwas niemals wieder passiert," ein betroffener Opelaner.

Zum Sofortlesen:

Der Fall Opel

Zum Ausdrucken:

Chronik _ Der Fall Opel-Bochum [1.208 KB]