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September 2017

Thyssenkrupp vor der Zerschlagung

Großdemo am 22. September

Die Lage bei Thyssen-Krupp spitzt sich zu. Es droht die Zerschlagung des Konzerns mit drastischen Konsequenzen für Standorte und Arbeitsplätze. Wir Opelaner haben in der Vergangenheit die Solidarität der Kolleginnen und Kollegen von Thyssen-Krupp erhalten. Diesmal sind wir erneut solidarisch. Aktive und ehemalige Opelaner unterstützen die Aktion am 22. September in Bochum. Es geht um die Standorte, die Arbeitsplätze und die Region.

Näheres im Infoblatt siehe unten

Aufruf Stahl-Kundgebung am 22.09.17 [123 KB]


September 2017

Tausende weiterhin arbeitslos!

Der Fall Opel-Bochum

33 Monate nach der (rechtswidrigen) Schließung des Bochumer Opel-Werkes sind immer noch über 1.000 ehemalige Opelaner arbeitslos. Zusätzlich viele Betroffene bei Dienstleistern, Zulieferbetrieben. Mehr dazu in Kürze...

August 2017

5.000 im Opel-Zentrallager

2. September: Tag der offenen Tür

Am Samstag, 2. September 2017, wurde das neue Bochumer Opel-Zentrallager offiziell eröffnet. 5.000 Beschäftigte, Familienangehörige, ehemalige Opelaner und Bürger der Region besichtigten an diesem Tag das neue Zentrallager.

Zur Erinnerung: Im Mai 2013 hatte Opel verkündet, dass das Bochumer Zentrallager Ende 2014 geschlossen werden sollte. Durch den gemeinsamen Widerstand von Betriebsrat, Gewerkschaft und Belegschaft wurde der Schließungsplan drei Wochen später zurückgenommen. "Der Schließungsplan war ein Missverständnis der Presseabteilung", hieß es bei Opel lapidar.

Im Tarifvertrag wurde durch Betriebsrat und Gewerkschaft anschließend durchgesetzt, dass Opel 60 Millionen Euro ins Opel-Zentrallager investierte, zusätzlich 260 Arbeitsplätze geschaffen wurden und alle Beschäftigten am Standort Bochum eine Beschäftigungszusage bis mindestens 2020 haben.



Bilder vom 8.07.2017 aus dem ehemaligen Bochumer Opel-Werk. 2014 haben hier noch über 4.000 Menschen gearbeitet. Die Opel-Schließung war eine beispiellose Verletzung der Mitbestimmungs- und Kontrollrechte des Aufsichtsrates und der Gewerkschaften...


April 2017

Rechtsstreit wegen Werksschließung


Landgericht weist Klage ab. Aber es bleibt dabei:

"Werksschließung war eine beispiellose

Verletzung der Mitbestimmungsrechte"

Die schriftliche Erklärung des Gerichtes im Rechtsstreit "Rainer Einenkel / Adam Opel AG" liegt vor. Nach über dreieinhalb Jahren Verfahrensdauer hat das Landgericht Darmstadt die Klage zur Schließung des Bochumer Opel-Werkes abgewiesen. Die Entscheidung des Gerichtes bleibt enttäuschend und nicht nachvollziehbar.

Der Schließungsbeschluss im Aufsichtsrat war im April 2013 gegen die Stimmen ALLER Arbeitnehmer und der IG Metall erfolgt. Der Beschluss und die anderthalb Jahre später erfolgte Schließung des Bochumer Werkes war und bleibt eine beispiellose Verletzung der Mitbestimmungs-, Überwachungs- und Kontrollrechte des Aufsichtsrates. Die Medien schreiben: "Man hatte auf ein Grundsatzurteil gehofft, um Konzernen künftig Werksschließungen zu erschweren…". Gerade bei den aktuellen Verhandlungen zur Zukunft der Opel-Werke wäre eine Stärkung der Arbeitnehmerseite und besonders der Gewerkschaften im Aufsichtsrat wichtig gewesen.

Hier weitere Informationen zum bisherige Verlauf des Verfahrens:

Klage gegen die Schließung


Warenlager Bochum

Die Beschäftigten in Bochum sind bis mind. 2020 geschützt

Bochum, Juni 2017

Neuer Opel-Chef

KT Neumann geht -

Lohscheller kommt!

PSA: 2020 muss Gewinn her!

Opel hat einen neuen Chef. Nach dem Rücktritt von Karl-Thomas (KT) Neumann bestimmte der Opel-Aufsichtsrat umgehend den bisherigen Finanzchef Michael Lohscheller zum neuen Verantwortlichen. Der PSA-Chef Tavares begrüßte diese Entscheidung.

Zeit zum Ausruhen hat M. Lohscheller nicht. PSA verlangt, dass 2020 bei Opel schwarze Zahlen geschrieben werden. In 100 Tagen soll M. Lohscheller dem PSA-Chef Tavares dazu ein Konzept vorlegen.

Da kommt Einiges auf die Belegschaften zu. Seit 1999 macht Opel nur noch Verluste. Die versprochenen Gewinne sind ausgeblieben. Dazu der hessische Wirtschaftsminister: "17 Jahre lang Verluste, das kann so nicht weitergehen".

Verluste durch Werksschließung!

Aber die Verluste waren nicht die Schuld der Belegschaften. Die Ursachen: Rückzug aus dem Russlandgeschäft, Brexit-Diskussion, die hohen Eigenzulassungen, Verweigerung wichtiger außereuropäischer Märkte und die teure Schließung des lukrativen Standortes Bochum. Diese Schließung bestätigt sich immer wieder als krasse und teure Fehlentscheidung, die auch heute noch das Unternehmen belastet und bei den Beschäftigten aller Standorte für Unruhe sorgt.

Zur Erinnerung: Diese Schließung von Opel-Bochum ist in die Zeit von KT Neumann und M. Lohscheller gefallen. "An den Plänen für Bochum wird nichts geändert!" erklärte KT Neumann März 2013 dem damaligen Bochumer Betriebsratsvorsitzenden Rainer Einenkel in einem persönlichen Gespräch. Das bedeutete letztendlich die Schließung des Werkes Bochum. M. Lohscheller war da bereits oberster Finanzchef bei Opel.

KT Neumann wird finanziell weich fallen, während über tausend Bochumer Opelaner immer noch arbeitslos sind. Angeblich soll er mehrere Millionen Euro Abfindung erhalten, wenn er bis zum Abschluss des Verkaufs bei Opel bleibt. Und das will KT Neumann tun, so wie auch andere Mitglieder der Geschäftsführung.

Keine Zusagen durch PSA! "Nur Gewinne schützen!"

Neue Zusagen an die Standorte gibt es nicht. Nix soll bleiben wie es ist, erklärt PSA. Beschäftigungsgarantien für die rund 38 000 Opel-Mitarbeiter über die bis 2018 laufenden Tarifverträge hinaus lehnt PSA-Chef Tavares ab: "Das Einzige, was Mitarbeiter schützt, ist Gewinn."

Bochum bis mind. 2020 geschützt!

Der neue Opel-Chef Lohscheller sollte den PSA-Chef daran erinnern, dass für Bochum eine Beschäftigungssicherung bis mindestens Ende 2020 vereinbart wurde. Daran darf nicht gerüttelt werden.


Bochum, Juni 2017

Betriebsrat erfolgreich:

Auszubildende und Übernahme durchgesetzt!

Der Bochumer Opel-Betriebsrat konnte durchsetzen, dass auch zukünftig bei Opel verstärkt ausgebildet wird. Ab dem 1. September 2017 werden 7 Auszubildende bei Opel ihre Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik beginnen. Gleichzeitig konnte der Betriebsrat durchsetzen, dass alle 18 im Juni auslernenden Auszubildenden einen Arbeitsvertrag für das Bochumer Zentrallager erhalten. Ein wichtiger Erfolg für den Betriebsrat. Mehr dazu in einem Flugblatt des Bochumer Opel-Betriebsrates.

Weiterhin auf der Tagesordnung steht die Umsetzung des Sozialtarifvertrages. Im Tarifvertrag zwischen Opel und IG Metall hatte Opel schriftlich zugesagt, mit der "Initiative Lernfabrik" die heutige qualifizierte Berufsausbildung zu sichern und als festen Bestandteil der Verbundausbildung zukunftsfähig zu gestalten.

Die Lernfabrik sollte gemeinsam mit der Ruhruniversität Bochum und Uni Dortmund eingerichtet werden. Zu der vereinbarten "zukunftsfähigen Ausbildung" und "Initiative Lernfabrik" schweigt Opel. So nicht! Opel hat eine soziale Verantwortung. Hier sind die Tarifvertragsparteien gefordert.

Bochumer Opelaner versammelten sich wiederholt während der Arbeitszeit und forderten vom Opel-Management eine Zukunft. Hier eine Aktion der Auszubildenden, IGM-Vertrauensleute, Jugendvertreter und des Vorsitzenden der BR-Bildungskommission während einer Informationsveranstaltung des Bochumer Betriebsrates und der Belegschaft.


18. April 2017

Warum nicht!

E-Autos (Streetscooter) aus Bochum?

Chancen für Region und Menschen!

Bereits Anfang 2010 hatte der Bochumer Betriebsrat gemeinsam mit Professor Dr. Wallentowitz konkrete Pläne entwickelt, das in Aachen entwickelte E-Auto (Streetscooter) am Standort Bochum zu bauen. Freie Flächen gab es ausreichend, zusätzlich die Unterstützung der Stadt Bochum, der IHK, den damaligen NRW-Wirtschaftsministern, den Hochschulen und der Ruhr-Uni.

2011 wurde der damalige Bochumer Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel stellvertretender Vorsitzender von ruhrmobil-E, einem Netzwerk zur Förderung von Elektromobilität im Ruhrgebiet... Die Pläne für Bochum waren demnach sehr konkret. Mit der Ansiedlung von Zulieferern und dem Bau von E-Fahrzeugen (Streetscooter) hätte man sicherlich die Schließung von Opel-Bochum verhindern können. Das war von Opel nicht gewollt.

Heute werden pro Jahr 10.000 Streetscooter von der Post gebaut und flächendeckend von DHL eingesetzt. Eine Erfolgsgeschichte aber ohne Opel und ohne Bochum. In diesem Jahr will die Post eine weitere Fabrik für Elektro-Autos (Streetscooter) in NRW bauen.

Jetzt wird diskutiert: Warum nicht in Bochum auf dem Opel-Gelände? Opel hatte das E-Auto für Bochum abgelehnt, das Werk ist nun geschlossen, tausend Menschen sind immer noch arbeitslos. Aber immerhin kann es jetzt eine Zukunft für die Region und viele Menschen bedeuten.

(Univ.-Prof. Dr.-Ing. Henning Wallentowitz war 15 Jahre Leiter des Institutes und des Lehrstuhls für Kraftfahrzeuge an der RWTH Aachen)

Zum Thema ein Interview aus dem Jahre 2011:

https://www.trailer-ruhr.de/um-die-zukunft-des-werks-gedanken-machen


5. April 2017

Opel-Verkauf an PSA (3)

PSA-Chef bestätigt für Opel-Bochum:

Jobgarantie gilt bis mindestens 2020

In einem Spitzengespräch des PSA-Chefs Tavares mit Bundeswirtschaftsministerin Zypries, den Ministerpräsidenten oder Spitzenpolitikern aus Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz, dem IG Metall-Vorsitzenden und dem Gesamtbetriebsrat bestätigte Tavares noch einmal mündlich seine Zusage, sich an bestehende Verträge zu halten.

Für das Bochumer Warenlager ist ein Erhalt aller 700 Arbeitsplätze bis mindestens Ende 2020 vereinbart. Nachzulesen im Tarifvertrag.

Die IG Metall erwartet nun von Herrn Tavares, dass er "gemeinsam mit GM alle rechtlichen Voraussetzungen zur Erfüllung der bestehenden Tarifverträge schaffen wird."



Beste Freunde

23. März 2017

30 Millionen für

beste Freunde

Die Spitzen-Manager von Opel sollen bei einem abgeschlossenen Verkauf des Rüsselsheimer Herstellers an PSA eine Millionenprämie bekommen. Das berichtet das "Manager-Magazin" unter Berufung auf Unternehmenskreise. Danach hat die Opel-Mutter GM den Bonus für den Fall in Aussicht gestellt, dass der Verkauf an PSA tatsächlich zustande kommt. Es könne sich um eine Summe zwischen 20 und 30 Millionen Euro handeln, die auf die neun Mitglieder der Opel-Geschäftsführung mit Karl-Thomas Neumann an der Spitze aufgeteilt würden. Die Geschäftsführungen von GM und Opel haben sich bisher nicht dazu geäußert.


2. März 2017

Opel-Verkauf an PSA (2)

Klarstellung für Opel-Bochum:

Jobgarantie gilt bis mindestens 2020

In diversen Medien und Flugblättern wird erneut behauptet, dass in allen deutschen Opelwerken eine Beschäftigungssicherung nur bis 2018 besteht. Diese Behauptung ist nachweisbar falsch. Soll mit diesen Aussagen die für Bochum geltende Absicherung aufgeweicht werden?

Für das Bochumer Warenlager ist ein Erhalt aller 700 Arbeitsplätze bis mindestens Ende 2020 vereinbart. Nachzulesen im Tarifvertrag.

DARAN DARF NICHT GERÜTTELT WERDEN.

Übrigens: Eine Jobsicherung nur bis Ende 2018 (also noch für 21 Monate) gilt für die Werke Rüsselsheim, Eisenach und Kaiserslautern.


Februar 2017

Opel-Verkauf an PSA (1)

Gesamtbetriebsrat und IG Metall:

"Mitbestimmungsrechte verletzt"

Am 14. Februar 2017 wurde bekannt, dass GM ihre Tochter Opel/Vauxhall an den französischen Autokonzern PSA verkaufen will. IG Metall und Gesamtbetriebsrat bezeichneten den Vorgang als "eine beispiellose Verletzung sämtlicher deutscher wie europäischer Mitbestimmungsrechte."

IG Metall und Gesamtbetriebsrat fordern, dass bei einem Verkauf an PSA alle Tarifverträge ihre Gültigkeit behalten.


Bochum, Februar 2017

2 Jahre nach der Werksschließung

Tausende weiterhin arbeitslos

"Über 1.000 ehemalige Bochumer Opelaner arbeitslos", vermelden die Zeitungen. Doch in Wahrheit ist es noch dramatischer.

Ende 2014 waren 3.300 Beschäftigte von der (rechtswidrigen) Schließung des Bochumer Werkes betroffen. 2.614 Opelaner wechselten in die Transfergesellschaft.

Bis Januar 2017 wurden nur ca. 900 in neue Jobs vermittelt. Ein Teil davon auf befristete, prekäre Arbeitsplätze.

Zusätzlich weitere 750 ehemalige Opelaner der sogenannten "rentennahen" Jahrgänge 1960 und älter waren nur bis Ende 2015 in der Transfergesellschaft geführt. Fälschlich wird behauptet, diese 750 "älteren" ehemaligen Opelaner, viele davon leistungsgemindert, seinen in Rente. Das ist Unsinn. Die Mehrzahl braucht und sucht Arbeit.

Im Klartext: Über 1.000 der ehemaligen Beschäftigten des Bochumer Opel-Werkes sind derzeit immer noch ohne Arbeit.

Zusätzlich haben weitere tausende Menschen in der Zulieferindustrie, Logistik und Servicebetrieben im Ruhrgebiet durch die Opel-Schließung ihren Arbeitsplatz verloren und sind arbeitslos. Diese Menschen erscheinen in keiner Statistik zur Opel-Schließung.

Fakt ist: Es gibt immer weniger qualifizierte Arbeit im Revier. Opel und viele weitere Betriebe streichen Arbeitsplätze und schließen Werke. Die Arbeitslosigkeit in den Ruhrgebietsstädten steigt.


Bochum, Januar 2017

Steuerzahler zahlen

für Opel-Schließung

Erst hat das Land NRW für die Ansiedlung von Opel gezahlt und jetzt zahlt das Land, also wir Steuerzahler, für die Folgeschäden. Bereits in der Vergangenheit haben Betriebsrat und Gewerkschaften aufgezeigt, dass die Kosten falsch gerechnet wurden und die Schließung teurer als von Opel angegeben sein wird. Übrigens ein wichtiger Punkt in der Klage am Landgericht Darmstadt gegen die Opel-Schließung.

Betriebsrat, Stadt Bochum, IHK, Gewerkschaften, Ruhr-Uni und Hochschule Aachen hatten vor wenigen Jahren konkrete Projekte vorgelegt, um auf freien Opel-Flächen neue Betriebe von Zulieferern oder auch für E-Fahrzeuge anzusiedeln. Es wäre billiger als heute geworden und hätte sicherlich die Schließung von Opel-Bochum verhindert. Das Unternehmen wollte es nicht. Hier ist die Politik und die Gesellschaft gefordert..

Weitere Informationen dazu unter Facebook

https://www.facebook.com/rainer.einenkel

Die aktuelle WDR-Meldung zur Sache:

Altes Opel-Gelände in Bochum verschlingt Millionen

+ Abriss läuft seit zwei Jahren

+ Kosten für Entwicklung des Geländes explodieren

+ Minus von 33 Millionen Euro errechnet

Der Bericht im WDR (hier klicken)

http://www1.wdr.de/nachrichten/ruhrgebiet/altes-opelgelaende-wird-teurer-100.html



Die Chronik in Bildern

"Deutschlands

größter Abriss..."

"Beim Abriss von Opel in Bochum - wohl dem größten Abriss in Deutschland derzeit. Fast alle Gebäude, ein komplettes Autowerk wird abgebrochen, zerkleinert ..., und in Säcke gepackt, wiederverwertet oder abtransportiert…" WAZ am 8.07.2016


Bochum, November 2016

Bochumer Opelaner:

"Rückgrat bewiesen

- Zeichen gesetzt"

Bochumer Opelaner geehrt

In einer Feierstunde wurde der ehemalige Betriebsratsvorsitzende des Bochumer Opel-Werkes mit der Ludwig-Fischer-Medaille, der höchsten Auszeichnung der Evangelischen Arbeitnehmerbewegung (EAB), geehrt.

Der EAB-Landespräsens Pfarrer Dieter Heising betonte in seiner Laudation, dass man den Kampf um das Bochumer Opel-Werk verloren habe, "aber die Opelaner haben durch ihr unermüdliches und aufrichtiges Engagement für den Standort ein entschiedenes Zeichen gesetzt. Die Auszeichnung stehe für Menschen, die für berechtigte Interessen stritten und in schwierigen Situationen Rückgrat bewiesen haben und nicht den einfachen Weg gewählt haben."

Rainer Einenkel nahm die Auszeichnung auch stellvertretend für die Bochumer Opelaner entgegen. Er bedankte sich für die großartige Solidarität der Menschen in der Region und besonders auch der EAB, die in der jahrelangen Auseinandersetzung immer solidarisch an der Seite der Opelaner gestanden haben. "Diese Solidarität hat uns Mut und Kraft gegeben. Solidarität für unsere Region wird jetzt erst recht wichtig sein!"


Bochum, Oktober 2016

Vertragsbruch durch Opel

Scharfe Kritik von der IG Metall, Betriebsrat und ehemaligen Beschäftigten am Opel-Vorstand. In den Verhandlungen zum Opel-Werk Bochum konnte erreicht werden, dass neben dem Erhalt und Ausbau des Warenersatzteillagers weitere 100 Industriearbeitsplätzen für die gekündigten Opelaner garantiert wurden. Diese Zusage des Opel-Chefs Neumann für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze liegt schriflich der IG Metall vor.

Fast 2.000 der ehemaligen Beschäftigten des Bochumer Opel-Werkes sind immer noch ohne Arbeit (siehe Bericht unten). Esatzarbeitsplätze werden dringend gebraucht, aber Opel ist nicht bereit, die schriftliche Zusage zu erfüllen. Ein weiterer Vertragsbruch.


Bochum, Juni 2016

Abfindungen: Opel verliert vor Gericht

Doch Opel bleibt stur und unbelehrbar

gegenüber der ehemaligen Belegschaft

Das Landesarbeitsgericht Hamm hat am Donnerstag, 2. Juni 2016, entschieden, dass behinderte Opelaner bei Abfindungen nicht benachteiligt werden dürfen. Bereits vorher hatte das Arbeitsgericht Bochum für die ehemaligen Opelaner eine positive Entscheidung gefällt. Im Schnitt geht es um ca. 36.000 Euro pro Mitarbeiter und eine Gesamtsumme von über 2 Millionen Euro, die Opel insgesamt den Beschäftigten zahlen müßte.

Nach dem Motto: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert!", hat das Unternehmen angekündigt, diese Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Hamm nicht zu akzeptieren und will nun eine Klärung vor dem Bundesarbeitsgericht.

Somit droht also weiterhin eine jahrelange Hängepartie und ein übles "auf Zeit spielen" zu Lasten der Menschen, die jahrelang bei Opel gearbeitet, den Profit des Konzerns gemehrt und oftmals im Betrieb ihre Gesundheit gelassen haben.


August 2015

"Spaltung der Opel-Belegschaften gelungen!"

Der Fall Opel-Bochum

Im Dezember 2014 wurde das Bochumer Opel-Werk geschlossen.

Wie versprochen liegt die neue aktualisierte Opel-Chronik vor - mit neuen Fakten und Hintergrundinformationen. Eine Chronik des Widerstandes, Hoffnungen, Spaltung, großartiger Solidarität und den Leistungen einer stolzen Bochumer Belegschaft.

"Damit wir aus den Erfahrungen lernen und so etwas niemals wieder passiert," ein betroffener Opelaner.

Zum Sofortlesen:

Der Fall Opel

Zum Ausdrucken:

Chronik _ Der Fall Opel-Bochum [1.208 KB]

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Unbedingt anschauen:

Opel-Solidarität

Hunderte Solidaritätserklärungen haben uns erreicht...