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Neovia


Bochum, Dezember 2016

Die Belegschaft hat entschieden:

Warehouse bleibt solidarisch -

Aber die Arbeit muss in Bochum bleiben!

Nach der Schließung des Bochumer Werkes erklärte der stellvertretende Vorsitzende des Euro-Betriebsrates John Fetherstone selbstkritisch: "Opel ist die Spaltung des europäischen Betriebsrates und der Belegschaften gelungen!" Auf Deutsch: Bochum wurde alleingelassen!

Das Ergebnis der Spaltung: Unser Bochumer Zafira wird in Rüsselsheim gebaut, der Astra kommt aus England, das Getriebe aus Österreich...

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Nun hat sich eine anonyme Gruppe aus Bochum zu Wort gemeldet und fordert die Solidarität der Bochumer mit den anderen Standorten ein. Begründung: Die Opel-Ersatzteilläger brauchen dringend Arbeit. Nur das Lager in Bochum sei gut ausgelastet und es gibt hier neue Arbeitsplätze, so vereinbart im Sozialtarifvertrag. In einem Flugblatt, das in allen Werken verteilt wurde, fordert nun diese anonyme Bochumer Gruppierung, statt Überstunden sollten die Bochumer solidarisch sein und Produktion in andere europäische Läger abgeben, zum Beispiel nach Rüsselsheim!

Was haltet ihr davon? Ist das wirklich die Meinung vieler Bochumer, wie die Gruppe der Anonymen in ihrem Flugblatt behauptet? Wir sind gespannt! (Pro IP-Adresse ist nur eine Stimmabgabe möglich)

Hier das Ergebnis unserer Umfrage:

Ja, wir haben derzeit genug Arbeit in Bochum. Rüsselsheim kann von uns Arbeit bekommen:

= 36 Stimmen

Nein, wir brauchen die Arbeit in Bochum. Was weg ist, kommt nie wieder zurück nach Bochum:

= 383 Stimmen


Bochum, Juni 2016

NACHGEFRAGT: Arbeitszeit Warehouse


Neue Arbeitszeiten im Ersatzteillager!?

Nachgefragt auf der Homepage: Betriebsrat und Geschäftsleitung verhandeln aktuell über eine neue Arbeitszeitvereinbarung im Waren-Ersatzteillager. Wie ist der Stand der Verhandlungen?

WIR reden Klartext

Die Geschäftsleitung verlangt eine noch stärkere Flexibilität der Arbeitszeit, um schneller auf Auftragseingänge reagieren zu können. Der Betriebsrat fordert stattdessen unter anderem verbindlichere, festere und sozialere Arbeitszeitregelungen, einen Mitarbeiterpool, eine temporäre Nachtschicht, Regelungen zum Abbau von Zeitkonten in Verbindung mit Einstellung und mehr.

Der Betriebsrat informiert regelmäßig über den Stand der Gespräche. Aber gleichzeitig verbreiten Einzelne im Betrieb, Öffentlichkeit und Internet vermehrt Falschinformationen zu den Verhandlungen sowie dumme, bösartige Unterstellungen gegen den Betriebsrat.

Unsinn und Eigentor!

Von Einzelnen wurde gefordert, zuerst die aktuelle Vereinbarung zur Arbeitszeit zu kündigen und erst dann zu verhandeln. Begründung: Bei sofortiger Kündigung der aktuellen Vereinbarung würde zunächst die alte Arbeitszeitregelung von 2001 in Kraft treten. Auch diese alte Vereinbarung könnte sofort wieder gekündigt werden. Behauptet wird gleichzeitig, Verschlechterungen durch den Arbeitgeber seien durch die Kündigung der Vereinbarung nicht möglich. Aber das ist falsch und wäre ein Eigentor!

Bewusst verschwiegen wird nämlich: Bei einer Kündigung der Arbeitszeitvereinbarung gelten die gekündigten Regelungen solange weiter, bis sie durch eine andere Vereinbarung ersetzt werden! Das wäre zum Nachteil der Belegschaft. Im sogenannten Nachwirkungszeitraum sind dann auch ungünstigere einzelvertragliche Regelungen zulässig. Dies erlaubt auch der Tarifvertrag mit seinen Öffnungsklauseln, nach denen die Arbeitszeit flexibel gestaltet werden kann.

Verantwortung statt Aktionismus!

Fakt ist: Der Betriebsrat will keinen Aktionismus auf Kosten der Belegschaft, sondern führt verantwortliche Verhandlungen für eine verbesserte Arbeitszeitvereinbarung. Über weitere notwendige Schritte zur Duchsetzung der Forderungen wird rechtzeitig gemeinsam mit der Belegschaft diskutiert. Ein ausführliches Informationsblatt zum Stand der Verhandlungen gibt es beim Betriebsrat und den Vertrauensleuten.


Bochum, 3. November 2015

Ersatzteillager - Betriebsrat will Klarheit:

"Ein Betrieb - Ein Tarifvertrag"

Das Warenersatzteillager kommt zurück nach Opel! Ab Januar heißt es: "Opel Group Warehousing GmbH".

In einem Flugblatt an die Belegschaft fordert der Bochumer Betriebsrat:
  • Umsetzung aller Zusagen aus dem Sozialtarifvertrag
  • Kein Aushebeln bestehender Regularien
  • Erhalt der Berufsausbildung - Zukunftskonzept
  • Als Kernforderung verlangt der Betriebsrat für alle 700 Beschäftigte die Rückkehr zum Flächentarifvertrag IGM-NRW.
"Ein Betrieb - Ein Tarifvertrag", erklärte der Betriebsratsvorsitzende Murat Yaman.

Weitere juristische Klärungen werden vom Betriebsrat eingefordert. Immer noch ist unklar, welche Kontroll-, Informations- und Mitbestimmungsrechte der Betriebsrat im Gesamtunternehmen Opel und welche Auswirkungen die Übernahme auf die Belegschaft hat.

Von der Unternehmensleitung gibt es keine Aussagen zu den weiteren Verhandlungen.


100 versprochene Ersatzarbeitsplätze offen

Im Zusammenhang mit den Sozialplaverhandlungen hatte Opel-Chef KT Neumann für Bochum 100 industrielle Arbeitsplätze zugesagt. Die schriftliche Zusage liegt der IG Metall vor. Bis heute hat sich Opel nicht bewegt. Soll wieder einmal auf Zeit gespielt werden?



Bochum, 30. Juni 2015

Aktuelle Aufgaben für Werk III (Warenersatzteillager)


In Rußland endet für Opel die Fahrzeugproduktion und der Verkauf von Opelfahrzeugen. Nach Azambuja (Portugal), Antwerpen und Bochum bereits die nächste Werksschließung eines Opel-Werkes. Dieser Ausstieg aus Rußland wird mittelfristig gravierende Auswirkungen auf das Ersatzteilgeschäft haben (keine Autos - keine Reparaturen - keine Ersatzteile). Auf diese Situation muss rechtzeitig und gemeinsam reagiert werden. In Rüsselsheim endet 2018 der Kündigungsschutz für das Ersatzteillager.

Ab 2016 übernimmt Opel wieder das Ersatzteillager. Bis heute ist nicht klar, in welcher Rechtsform das geschieht. Damit ist auch immer noch offen, welche Kontroll-, Informations- und Mitbestimmungsrechte der Betriebsrat in diesem Unternehmen hat und welche Auswirkungen die Übernahme auf die Belegschaft hat.

Die finanzielle Lage für Opel bleibt äußerst prekär. Das fehlende Rußlandgeschäft und die Schließungskosten für Bochum werden Opel weiter belasten. Die Investitions- und Arbeitsplatzzusagen für Bochum müssen ohne Wenn und Aber eingehalten werden. Am Vertrag für Bochum bis Ende 2020 darf nicht gerüttelt werden.

Zusätzlich stehen weitere Themen auf der Agenda: Arbeitsplätze für Leistungsgewandelte, Vorruhestandsprogramm, Arbeitszeitregelungen, Nachtschicht, Umsetzung Tariferhöhungen, Eingruppierungen, soziale Einrichtungen, usw.

Umorganisation Cat-Logistik _Fragen&Antworten [77 KB]

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Mitgliederversammlung Neovia (Ex Caterpillar):


Die IG Metall beabsichtigt, mit der Firma Caterpillar Logistics Supply Chain Services GmbH einen Tarifvertrag für die Standorte Rüsselsheim und Bochum abzuschließen. In einem ersten Schritt soll eine gemeinsame Tarifkommission beider Standorte gebildet werden. Diese Tarifkommission wird die weiteren Schritte auf dem Weg zu einem Tarifvertrag beraten und einleiten.

In einer Mitgliederversammlung am Sonntag, 8. November 2009 wurden die Mitglieder des Standortes Bochum für die gemeinsame Tarifkommission gewählt werden.

Wahlergebnisse:
Wahl der Tarifkommissionsmitglieder für CAT Logistics Bochum am 08.11.2009
Anwesend waren 186 wahlberechtigte IG Metall-Mitglieder. Es wurden 8 Mitglieder der Tarifkommission gewählt. Zusätzlich wurde der Kollege Volker Strehl als hauptamtlicher IG Metall-Vertreter einstimmig festgelegt.
Gewählt sind folgende IG Metall-Mitglieder:
Volker Strehl (einstimmig)
Franco Biaggiotti 143 Stimmen
Murat Yaman 140 Stimmen
Dirk Rettberg 125 Stimmen
Marco Dümmer 110 Stimmen
Ralf Backenecker 107 Stimmen
Bernd Wozniczka 105 Stimmen
Andreas Behrendt 86 Stimmen
Stefanie Söns 79 Stimmen

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Caterpillar (ehem. Teile und Zubehör)
(Stand November 2009)

Caterpillar ist ein weltweit tätiger Mischkonzern. Zum Produktportfolio gehören schwere Maschinen und Bau- und Minenfahrzeuge, Elektronik, große Motoren z.B. für Schiffe und Lokomotiven, Turbinen sowie auch verschiedene Logistik- und Servicebereiche.

2008 beschäftigte Caterpillar in allen Bereichen auf allen Kontinenten zusammengerechnet mehr als 110.000 Menschen. Diese haben mehr als 50 Mrd. US $ Umsatz gemacht und einen Gewinn von rund 4,4 Mrd. $ erwirtschaftet.

Zu dem Logistikbereich gehört unter anderem auch das Ersatzteilgeschäft. Im Oktober 2005 wurden die Verhandlungen im Zusammenhang mit dem Zukunftsvertrag 2010 über die Auslagerung des Bochumer Werk III (Teile und Zubehör) abgeschlossen. Am 1. Februar 2006 fanden dann die entsprechenden Betriebsübergänge in Bochum und Rüsselsheim statt.

Die Betriebsräte aus Rüsselsheim und Bochum haben mit Unterstützung der IG Metall die Verhandlungen über die im Zukunftsvertrag festgelegten Auslagerungen erfolgreich zum Abschluss gebracht. Die Kernforderungen des Betriebsrates, der VKL und der gewerkschaftlichen Vertrauensleute konnten uneingeschränkt gegenüber den Geschäftsleitungen der Adam Opel AG und CAT-Logistics durchgesetzt werden. Hierzu zählen unter anderem eine 10 jährige Absicherung und Rückkehrecht.

Bochum ist heute Europäisches Zentrallager. Die Lagerfläche beträgt ca. 200.000 m⊃2;. Neben Rüsselsheim (ca. 120.000 m⊃2;) betreibt Cat-Logistics noch kleinere Läger in Rom und Budapest.

In Bochum arbeiten aktuell 485 Kolleginnen und Kollegen auf zwei Schichten.

Zuständige Betriebsräte:
Murat Yaman, Franco Biaggiotti, Andreas Behrendt, Ali-Sevki Demir, Bernd Wozniczka

Zuständige SB-Vertretung:
Andrea Marquardt, Ulli Bäcker

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CAT-Arbeitgeber nicht abschlussfähig!

Auch in den Tarifverhandlungen bei CAT verschärft sich die Auseinandersetzung um eine gerechte Entgelterhöhung. Obwohl die IG Metall und die Beschäftigten mehrfach ihre Kompromiss- und Verhandlungsbereitschaft bewiesen haben, stellen sich die Vertreter des Unternehmens weiterhin auf stur und zeigen sich nicht bereit und auch nicht fähig, eine Tarifvereinbarung zu treffen. Die Beschäftigten in Rüsselsheim und Bochum haben mit eindrucksvollen Warnstreiks aller Schichten Druck für die Entgelterhöhung gemacht. Dies hat Eindruck bei der Geschäftsleitung hinterlassen. Die IG Metall wird für den 24.10.2012 die Tarifkommission in Darmstadt einladen. Dort wird beraten, wie die Beschäftigten von CAT gemeinsam mit der IG Metall und dem Opel-Betriebsrat den Tarifkonflikt druckvoll fortsetzen und sicherlich zu einem erfolgreichen Ende führen. (Sorry, aber wegen einer Störung können wir die Bilder vom Warnstreik erst jetzt zeigen.) - Bochum / 10. Oktober 2012 -