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RAG-Opel Bildung


Bochum, April 2016

OPEL-Ausbildung vor dem Ende

Betriebsrat: Juristische Schritte

Im Sozialtarifvertrag hatte Opel schriftlich zugesagt, mit der Initiative 'Lernfabrik' die qualifizierte Berufsausbildung am Standort Bochum zu sichern und als festen Bestandteil der Verbundausbildung zukunftsfähig zu gestalten. Doch genau das Gegenteil geschieht. Erstmals seit 50 Jahren stellt Opel in Bochum keine neuen Auszubildenden ein! Die Zeit drängt. Opel bewegt sich nicht.

Die Vertrauenskörperleitung hat im Auftrag der IG Metall-Mitglieder eine Mitgliederversammlung eingefordert. Ausbilder, Auszubildende und Beschäftigte brauchen dringend Klarheit.

Opel muss diesmal die Verträge einhalten. Dem Bochumer Betriebsrat wurden bisher alle Informationen zum Thema Lernfabrik vorenthalten. Der Betriebsrat hat jetzt angekündigt, seine Rechte juristisch durchzusetzen. Nach der Schließung der Bochumer Fahrzeugproduktion (die Rechtmäßigkeit wird derzeit am Landgericht Darmstadt behandelt) muss Opel diesmal seiner sozialen Verantwortung für die Menschen und die Region nachkommen.

Opel-Ausbildung muss bleiben

Das Opel-Emblem ist bereits demontiert. Das traditionsreiche Werk I wird Stück für Stück abgerissen. Jetzt soll es auch die hochwertige Opel-Berufsausbildung treffen. Betriebsrat, JAV, Ausbilder und Auszubildende wehren sich...

Bochum, Oktober 2015

Opel-Berufsausbildung
Zukunft weiter offen?

Trotz der Vereinbarung zur Zukunft der Berufsausbildung gibt es immer noch keine Klarheit und Perspektive für die Opel-Ausbildung, Ausbilder und Belegschaft. Das meldeten die Tageszeitungen. Im Sozialtarifvertrag hatte Opel schriftlich zugesagt, mit der Initiative 'Lernfabrik' die qualifizierte Berufsausbildung zu sichern und als festen Bestandteil der Verbundausbildung zukunftsfähig zu gestalten. Verbundausbildung bedeutet, dass vor allem die hochwertige berufliche Bildung erhalten bleibt.

Murat Yaman, Betriebsratsvorsitzender:
  • "Der Betriebsrat fordert, dass etwas Zukunftsweisendes aufgebaut wird. Opel hat eine soziale Verantwortung für die Region."

Bereits im Oktober 2014 hatte der Opel-Betriebsrat geschrieben:
  • "Ausbilder und Auszubildende erwarten, dass der Vertrag erfüllt wird und die Lernfabrik kommt. Ausbilder, Betriebsrat und JAV haben ihre Arbeit gemacht - Jetzt muss das Unternehmen liefern. Bisher ist nichts geschehen. Das Misstrauen bei den Ausbildern wächst."

Die Zeit drängt. Bis heute hat sich Opel nicht bewegt. Jede weitere Verzögerung verunsichert Ausbilder und Beschäftigte und gefährdet eine qualifizierte Fortsetzung der vereinbarten Ausbildung. Es gilt, was der Betriebsrat 2014 gefordert hat:

OPEL HAT EINE BRINGSCHULD

VERTRÄGE MÜSSEN EINGEHALTEN WERDEN!

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Die Berufsausbildung bei Opel-Bochum wird seit 2010 in Partnerschaft mit dem TÜV-Nord durchgeführt. Durch diese Partnerschaft, entscheidend unter Beteiligung des Bochumer Betriebsrates erreicht, wurde die Berufsausbildung und die Arbeitsplätze der Ausbilder langfristig gesichert.

Zur Bochumer Ausbildung erklärt der TÜV-Nord:
  • "Unsere Standorte bieten höchste Qualität, neuesten technischen Standard in der Berufsausbildung und setzen erfahrenes Fachpersonal ein. Immer wieder gehören unsere Auszubildenden zu den Prüfungsbesten und werden von IHK und HWK ausgezeichnet."

Soll das alles gefährdet sein? Der Bochumer Betriebsrat und die JAV fordern, dass Opel jetzt erst recht seine soziale Verantwortung für die Region wahrnimmt!


TÜV-Nord Bildung Opel GmbH:

Die jüngste Fremdvergabe ist die Bildung eines Joint Ventures (gemeinsamer Betrieb) zwischen der TÜV-Nord Bildung und Opel. Opel ist an diesem gemeinsamen Betrieb mit 20% beteiligt.
Zum Hintergrund muss gesagt werden, dass die klassische Ausbildung zu FacharbeiterInnen für GM unsinniger Sozialklimbim und einen unprofitablen Kostenfaktor darstellt. Es wurde seitens des Unternehmens angekündigt, dass die Zahl der Ausbildungsplätze und der Ausbildungsmeister dem tatsächlichen Bedarf bei Opel angepasst werden sollen. Dies hätte zwangsläufig bedeutet, dass von den aktuell immer noch jährlich neu eingestellten 75 Auszubildenden nicht einmal die Hälfte die Möglichkeit zu einer qualifizierten Ausbildung bekommen hätte. Es ist gelungen, dass Ausbildungs- und TrainingsCenter als einen der größten technischen Ausbildungsbetriebe in der Bochumer Region zu erhalten und auch in Zukunft junge Menschen in hoher Anzahl für das Berufsleben zu qualifizieren. Folgende Ausbildungen können erlernt werden: ElektronikerIn für Betriebs- und Anlagentechnik, IndustriemechanikerIn, Kaufmann/-frau für Bürokommunikation, ZerspanungsmechanikerIn, MechatronikerIn und eine kooperative Ingenieursausbildung (KIA)