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15.02.2017 - Ehemaliger
Sektlaune in Bochum

https://www.waz.de/staedte/bochum/opel-laesst-beim-richtfest-in-langendreer-die-glaeser-klirren-id209558737.html

Bei Opel in Bochum herrscht Feierlaune, obwohl über 1000 ehemalige Opel Kollegen und Kollegen – nach der Schließung Ende 2014 – noch keinen Job gefunden haben.
Mangelnde Vermittlungskompetenz der zuständigen Transfergesellschaft, regionale Strukturprobleme und ein hohes Durchschnittsalter der ehemaligen Opelaner, waren für das schlechte Ergebnis unter anderem ausschlaggebend.
Der Betriebsrat hält weiterhin an der Forderung fest: Schaffung der von Opel-Vorstandschef KT Neumann schriftlich zugesagten 100 industriellen Ersatzarbeitsplätze!!!
Warum nur 100, obwohl mehr als 10mal so viele Ex-Opelaner arbeitssuchend sind?
Bis jetzt ist nicht ein zugesagter Ersatzarbeitsplatz entstanden.
Über 1000 ehemaligen Mitarbeitern droht im nächsten Jahr ALGII, während die ehemaligen Arbeitskollegen der Belegschaft im Warenverteilzentrum in Sektlaune feiern.
Derartige Pressemitteilungen sind gegenüber den ehemaligen Kollegen(innen) und ihren Familien ein Schlag ins Gesicht. Durch die Schließung, wurde vielen Menschen die Existenzgrundlage entzogen. Nach zwei Jahren scheint es so, als ob Unternehmen und Betriebsrat die Schicksale der ehemaligen Kollegen vergessen haben. Das ehemalige Verwaltungsgebäude des Montagewerkes steht wie ein Mahnmal auf der großen Fläche in Bochum Laer. Der Abriss verschlingt Millionen, die vom Steuerzahler aufgebracht werden müssen, ganz zu schweigen von den Schadstoffen die bei der Demontage freigesetzt wurden. Die Standortaufgabe hat viele Menschen in eine soziale Zwangslage katapultiert. Im Grunde genommen wurde mit Gründung der Transfergesellschaft - für die Generation Ü50 - die Lebensphase der Langzeitarbeitslosigkeit eingeläutet. Die Abfindung wird für die meisten nicht ausreichen bis zur Rente, wodurch viele ehemalige Opelaner in prekäre Arbeitsverhältnisse und in den Niedriglohnsektor gezwungen werden. Resultierend daraus folgen sozialer Abstieg, gesellschaftliche Diskriminierung und die damit einhergehende Gefahr psychischer Erkrankungsformen. Aber die Verantwortlichen Manager von Opel, Bürgermeister und Betriebsrat rollen trotzdem den roten Teppich aus und Lassen die Gläser klirren.
Von dem neuen gemeinsamen Geist, der vom Bochumer Oberbürgermeister hervorgehoben wird, ist wenig zu sehen. In Bochum brechen seit Jahren Arbeitsplätze weg, Nokia, Opel, Johnson Controls,…. sind einige davon. Die hiesige Gewerkschaft hat massiv an Kampfkraft eingebüßt und unterliegt dem Druck der großen Mutter aus Frankfurt. Die Region hat große Schwierigkeiten was die Schaffung von Industriearbeitsplätzen angeht, von einem echten Strukturwandel ist wenig zu erkennen.
Ein kleiner Lichtblick bieten die freien Flächen, die durch den Abriss entstanden sind. Hier bedarf es dem Geschick und Initiativgeist der Bochumer Verantwortlichen sowie der Perspektive 2022, Industrieansiedlungen und qualifizierte Arbeitsplätze in die Region zu holen.
Den ehemaligen Mitarbeitern des Bochumer Opelwerkes wird es wenig nützen. Die meisten werden bis zur Rente erwerbslos bleiben. Der bittere Beigeschmack zur Sektlaune bei Opel in Bochum.
Dann der Paukenschlag am Valentinstag. Opel soll an Peugeot verkauft werden.
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2017/02/14/gm-will-nicht-mehr-opel-vor-dem-verkauf-an-peugeot/

Wurde der rote Teppich vielleicht am Samstag doch schon für PSA ausgerollt und die Gläser waren mit französischem Champagner gefüllt?

Moderator: Vieles richtig, aber nur durch den Druck des Betriebsrates war es möglich, dass das Bochumer Ersatzteilwerk mit 700 Arbeitsplätzen erhalten blieb und ausgebaut wurde.
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15.02.2017 - Grobi
Habe eine Mail vom Kollegen Strehl bekommen ! Auch wenn ich nicht mehr Mitglied der IG Blech bin . Musterprozesse geführt und verloren . Na Bravo , da hat sich die gewerkschaft mal mächtig ins Zeug gelegt . Frage mich , wofür steht das im Vertrag den wir alle unterschrieben haben ???
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14.02.2017 - Chris
Schon wieder spielt Deutschland den Steigbügelhalter für den Aufbau eines französischen Industrie-Champions.

Das ist im Fall Peugeot umso erstaunlicher und irritierender, als Peugeot vor nicht einmal 3 Jahren mit fast 1 Mrd. Euro einschließlich einer 14%-igen Beteiligung vom französischen Staat vor der Beinahe-Pleite gerettet werden musste.

Und jetzt soll ausgerechnet dieser staatlich kontrollierte französische Auto-Konzern die direkte Konkurrenz aus Deutschland aufkaufen?

Allen anfänglichen und wie immer üblichen Beteuerungen bzgl. des Erhalts von Arbeitsplätzen, etc. zum Trotz kann sicher davon ausgegangen werden, dass von den über 18.000 Opel-Beschäftigten in Deutschland, über einen zeitlichen Anstandsabstand von einigen Jahren tendenziell mehrere Tausend gehen müssen.

Teile der Fertigung werden europäische Ausland (bestehende Werke in Spanien, Portugal oder der Slowakei) und Technologie/F&E-Kapazitäten nach Frankreich verlegt.

Peugeot wird nach einer Übernahme Synergien heben wollen/müssen - und das wird auf Jahre gesehen sicher nicht zu Lasten französischer Standorte vonstatten gehen. Dafür sorgt der Eigentümer von Peugeot schon - der französische Staat. Aller anfänglichen "Garantien" zum Trotz. Diese Übernahme wäre sicher keine "Wachstums-Story".
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14.02.2017 - Bruno Szislowski
Wie gehabt Opel und die unendliche Geschichte, na ja ich als langjährige Mitarbeiter von Opel Bochum (37 Jahre) musste die Unsicherheit Jahre lang ertragen, das zehrt und wie soll man da noch eine gute Arbeit abliefern. Ich hoffe es kommt nicht so schlimm und drücke euch die Daumen, bin immer noch ein wenig ein Opelaner
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14.02.2017 - Vorherseher
OPEL-PSA
Schade für die Kollegen,die nach werk3 sind in der Hoffnung das endlich mal Ruhe einkehrt.
Aber wie bei jeder Fusion werden wieder mal die Köpfe der kleinen Leute rollen.

eine Schande
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14.02.2017 - Rübe
All diejenigen, die sich gefreut haben, dass es Bochum getroffen hat, können jetzt spüren, wie sich die Bochumer jahrelang gefühlt haben. Durch Modellüberschneidungen und Überkapazitäten, werden das nicht alle Werke überleben. Auch ein französisches Management wird Opel nicht retten. Der Name Opel hat einfach seinen Glanz verloren.
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14.02.2017 - Norbert
Opel soll verkauft werden? Was würde das für die Beschäftigten und den Verträgen und Vereinbarungen bedeuten?
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07.02.2017 - Norbert S.
Ich wünsche allen Opelanern viel Erfolg bei der Jobsuche!

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05.02.2017 - Günther
Guten Tag an alle,

Stimmt das im Sommer 300 neue Jobs im neuen Warenverteilzentrum entstehen sollen? oder ist das nur eine Lüge der Medien.

Moderator: Im Tarifvertrag wurde vereinbart, dass 260 Arbeitsplätze für die gekündigten Opelaner geschaffen werden. Diese Arbeitsplätze wurden bereits Ende 2014 besetzt. Weitere Einstellungen sind aktuell nicht geplant.
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02.02.2017 - grobi
Das ist ja schön , aber bekommen alle Ex Opelaner dann Post von der IG Metall ? Oder nur die " Mitglieder " ? Es wäre sehr nett und vor allem Interessant wie man damit umgeht . Da ja auch Lohnerhöhungen und andere Bonis an alle Werksangehörigen gezahlt wurden .Ich persönlich bin erst nach Schließung von Bochum ausgetreten .

Moderator: Siehe Antwort unten
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