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Betriebliche Altersversorgung

OpelVersorgungsKonto (OVK) - betriebliche Altersversorgung
Die betriebliche Alterversorgung ist seit dem 01.01.2006 neu geregelt. Mit der vorliegenden Neuregelung, dem OpelVersorgungsKonto (OVK), wurde ein betriebliches Versorgungsmodell auf Kapitalbasis vereinbart. Für alle ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bzw. für deren Hinterbliebene, die bereits eine Versorgungsleistung beziehen, sowie für die vor dem 01.01.2006 ausgeschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einer unverfallbaren Anwartschaft, bleibt die bisherige Versorgungsordnung unverändert bestehen; ebenso für diejenigen, für die im Jahre 2006 der Versorgungsfall eintritt, sowie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die vor 2006 einen Vertrag zur Altersteilzeit oder zum vorzeitigen Altersaustritt unterschrieben haben.

Das heißt: Die neue Versorgungsordnung gilt für alle Mitarbeiter: Sie schließt die ab März 1997 Eingetretenen sowie die Belegschaft von Opel Eisenach GmbH mit ein, die seit Gründung des Unternehmens ohne Anschluß an die Opel Altersversorgung war, und sie wahrt zusätzlich die Ansprüche derjenigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für die noch die Regelungen der bisherigen Opel Altersversorgung galten. Bestehende Ansprüche aus der bisherigen Versorgungsordnung werden unter Wahrung aller Besitzstände auf das OpelVersorgungsKonto übertragen.

Ansprechpartnerin:
Ansprechpartnerin für die aktuellen und ehemaligen Beschäftigten, Rentnerinnen und Rentner der Bochumer Opel-Werke ist Frau Claudia Barucha:
Frau Claudia Barucha (Opel-Altersversorgung)
Tel.: 0234-989-3343 (Dienstags – Donnerstag)
e-mail: claudia.barucha@de.opel.com

Gleichbehandlung
Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts darf es bei betrieblichen Altersversorgungsregelungen keine unterschiedlichen Bedingungen
für Angestellte und Arbeiter geben. Beide Mitarbeitergruppen sind, gegebenenfalls auch rückwirkend, für die Zeit ab 01.07.1993 gleich zu behandeln. Diese höchstrichterliche Vorgabe wurde im neuen Versorgungsmodell sowohl für die Vergangenheit als auch für die Zukunft umgesetzt.

Unverfallbarkeit:
Unverfallbar werden die Ansprüche 5 Jahre nach Erteilung der Versorgungszusage und bei vollendetem 30. Lebensjahr. Bei Ausscheiden aus dem Unternehmen nach Erreichen der unverfallbaren Anwartschaft bleibt der Anspruch erhalten.

Können die Ansprüche verfallen:
Der Anspruch auf das Versorgungskapital kann nur verfallen, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen vor dem Versorgungsfall verlässt, also beispielsweise wegen Kündigung und Arbeitgeberwechsel, bevor die gesetzliche Unverfallbarkeit eingetreten ist.

Ab wann besteht eine Verfügbarkeit:
Der Anspruch besteht im so genannten Versorgungsfall, d.h. zum Zeitpunkt des Beginns der gesetzlichen Rente oder einer Erwerbsminderungsrente. Es kann aber auch schon ab Alter 60 in Anspruch genommen werden, wenn das Arbeitsverhältnis, beispielsweise auf eigenen Wunsch, beendet wird - auch wenn der gesetzliche Ruhestand erst später beginnen sollte. Allerdings muss in diesem Falle der Abruf der Versorgungsleistung spätestens mit Alter 63 erfolgen.

Unterbrechungszeiten:
Die Adam Opel GmbH und die angeschlossenen Gesellschaften leisten grundsätzlich nur für die Zeiten der Beschäftigung, in denen versorgungsfähige Entgelte bezahlt werden, einen Beitrag zur Altersversorgung. Sogenannte Ausfall- oder Unterbrechungszeiten wie z.B. längerdauernde Krankheitsphasen, Zeiten der unbezahlten Beurlaubung, Freistellungen oder sonstige Zeiten ohne Arbeitsentgelt bleiben bis auf wenige Ausnahmen beitragsfrei.

Wie und ab wann wird ausgezahlt:
Die Regelauszahlung ist die Auszahlung in 12 Jahresraten. Auf Antrag des Mitarbeiters und mit Zustimmung des Unternehmens kann auch eine Zahlung in 6 Raten erfolgen. Mit Zustimmung des Unternehmens kann auf Antrag eine einmalige Auszahlung des gesamten Versorgungskapitals erfolgen.
Die erste Rentenzahlung erfolgt für den Monat, der auf den Eintritt des Versorgungsfalles folgt. Die Rente wird jährlich zum 1.Juli um 1% angehoben.

Tod nach Rentenbeginn:
Verstirbt ein versorgungsberechtigter Mitarbeiter in der Zeit des Rentenbezugs, so erhalten der hinterbliebene Partner bzw. die versorgungsberechtigten Waisen 50% des Rentenbarwerts als Todesfallsumme.

Erwerbsminderung Tod:
Im Todesfall vor Eintritt des normalen Versorgungsfalls hat der Ehegatte bzw. der hinterlassene Partner einen eingetragenen Lebenspartnerschaft Anspruch auf das gesamte bestehende Versorgungskapital. Gibt es keinen versorgungsberechtigten Partner, so haben die versorgungsberechtigten Kinder Anspruch auf das Versorgungskapital.

Steuer- und Krankenversicherungspflicht:
Alle Auszahlungen sind Brutto-Auszahlungen, sie unterliegen in der Regel der Steuer- und Krankenversicherungspflicht. Insofern empfiehlt es sich, vor der Entscheidung über die individuelle Auszahlungsalternative unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse die steuerlichen Vor- und Nachteile zu klären.

Insolvenzschutz:
Jeder Arbeitgeber, der Versorgungszusagen erteilt, ist gesetzlich verpflichtet, diese Versorgungszusagen für den Fall der Insolvenz zu schützen. Hierzu hat er an eine eigens dazu geschaffene Einrichtung, den Pensionssicherungsverein auf Gegenseitigkeit (PSVaG), Beiträge zu entrichten. Dadurch ist die Versorgungsleistung gesichert. Der PSVaG unterliegt der staatlichen Aufsicht.

Vorzeitige Auszahlung möglich:
Die vorzeitige Auszahlung ist vor Eintritt des Versorgungsfalls gesetzlich nicht zulässig.

Ist die künftige Entwicklung meiner Rente sicher:
Das Unternehmen sichert eine jährliche Anpassung der Renten von 1% zu. Diese Anpassung wird jeweils zum 1.Juli jeden Jahres durchgeführt und ist für das Unternehmen bindend.

Wie lange sind meine Rentenbeiträge sicher:
Die Rente wird lebenslang bezahlt. Auch die sich gegebenenfalls anschließende Witwenrente wird lebenslang gezahlt.